Familiengeschichte im Dritten Reich?

Spiegel online hat neulich eine Möglichkeit vorgestellt, wie man etwas über die eventuelle Vergangenheit unserer Familienmitglieder im Dritten Reich erfahren kann. Dies hat mich neugierig gemacht.

Diese Fragen können dann aber oft nicht mehr geklärt werden können, weil die Vorfahren, die darüber Auskunft geben können längst verstorben sind.

Zwei Informationswege sind damit bekannt, diese teile ich gerne mit Euch:

Einsatzorte im 2. Weltkrieg:

Hier ist der Link zum Bundesarchiv. Wir haben erfahren, dass die Suche oder das Beantragen von Recherchen zwar aufwendig, aber lohnenswert ist. Man sollte Geduld mitbringen und am Ball bleiben.

Mitgliedschaft in der NSDAP:

Hier ist der Link zu einem Beitrag über die Recherche der NSDAP Mitgliedsdatei. In diesem Beitrag wird beschrieben, wie man recherchieren kann. Zum Background: „Die amerikanische National Archives and Records Administration hat auf ihrer Webseite knapp 11 Millionen Karteikarten der verschiedenen NSDAP-Mitgliedskarteien kostenlos zugänglich gemacht. Die Kartei wurde nach dem Krieg in die USA gebracht, wo sie verfilmt wurde und von wo sie erst Ende der 90er wieder an Deutschland übergeben wurde. Dies bietet uns eine einzigartige Möglichkeit, Verbindungen zur NSDAP unter unseren Verwandten ausfindig zu machen – schließlich müsste man in Deutschland bzw. Österreich hierzu eine Anfrage ans Bundesarchiv unter Wahrung der gesetzlichen Anforderungen zur Privatsphäre richten. Die Karteien sind allerdings nicht komplett (etwa 20% fehlen) – taucht eine Person nicht darin auf, heißt das nicht, dass die Person kein Mitglied war.

In dem Bestand befinden sich zwei verschiedene Karteien: Die Ortsgruppenkartei (MFOK) umfasst etwa 6,6 Millionen Mitgliedskarten einzelner NSDAP-Mitglieder. Diese Karten enthalten den Namen des Mitglieds, die Mitgliedsnummer, Geburtsdatum und -ort, Beruf, Familienstand, Datum des Beitritts, Austritts und/oder Wiederbeitritts zur Partei, Adresse, Ortsgruppe und Gau. Die NSDAP-Zentralkartei (MFKL) umfasst das alphabetische Mitgliederverzeichnis, das von der NSDAP in ihren zentralen Verwaltungsbüros geführt wurde. Sie enthält etwa 4,3 Millionen Mitgliedskarten einzelner Parteimitglieder.“

Man kann die originalen Dokumente einsehen, die auf Mikrofilm dokumentiert sind. Mittlerweile sind in dem genannten Artikel auch einfachere Recherchemöglickeiten aufgeführt.

Was sind Eure Erfahrungen mit den Recherchetools bzw. kennt Ihr andere interessante Tools?

Autor: Thomas Langen
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