Dieser Beitrag ist von Helmut Borowski III g 2-2-1 unter Verwendung einer Vorlage von Wolfgang Langen II a 7-1-1 verfasst. Er nimmt euch mit zu einem besonderen Familientreffen in Wuppertal. Anlass war die Einladung eines Journalisten der dpa im Vorfeld des 125-jährigen Jubiläums der Wuppertaler Schwebebahn. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Langen-Stämme folgten dieser Einladung an einen Ort, der eng mit der Geschichte unserer Familie verbunden ist. Zwischen Werkstattbesuch, Kaiserwagen und vielen Gesprächen ging es um Erinnerungen, Fakten und persönliche Bezüge. Die folgenden Zeilen schildern das Treffen aus erster Hand – sachkundig, familiär und mit einem wachen Blick auf das, was nach 125 Jahren geblieben ist.
Am Dienstag, den 16.12.25 vormittags trafen sich 11 VertreterInnen verschiedener Stämme der Familie Langen – darunter drei Angehörige des Stammes VIII, also direkte Nachfahren von Eugen Langen – auf Einladung des dpa-Journalisten Volker Danisch an der Station Vohwinkel und in der dortigen Werkstatt der Wuppertaler Schwebebahn.
Die Presseagentur „dpa“ ist ja Mittler, in diesem Fall zu anderen Print-Medien, auf diesem Wege können also Beitrag und Leistung unserer Vorfahren – hier Eugen Langen als Erfinder und Initiator der Schwebebahn in Wuppertal vor 125 Jahren – eine weitreichende öffentliche Wahrnehmung erfahren.
An der Endstation Vohwinkel müssen die Wagen eine Wendeschleife fahren. Die Vohwinkler Straße ist hier durch die charakteristischen genieteten stählernen Bogenträger überspannt, die die Schwebebahnschienen tragen. Das erinnert wegen des engen Straßenprofils und der vielen gründerzeitlichen Fassaden an vertraute historische Abbildungen der Bahn.
Anliegen von Herrn Danisch war, unmittelbar von Nachfahren Eugen Langens etwas über den Erfinder und den Bezug der Familie zur Schwebebahn zu erfahren. Man kann sagen, er war auf der Suche nach größtmöglicher ‚Authentizität‘. und physischen Zeitzeugnissen. Unsere Tischrunde versuchte, das vorhandene Faktenwissen wiederzugeben; die Frage nach noch vorhandenen Erinnerungsstücken an bzw. von Eugen Langen konnte jedoch keiner der Anwesenden beantworten. Auch ist uns nicht bekannt, wo sich ein etwaiges Gemälde mit seinem Portrait oder dem seiner Familie finden könnte. Die Vorstellung des Journalisten, dass die Familie nach dem Ableben von Eugen noch von dem Unternehmen Schwebebahn profitiert hätte, konnten wir nicht bestätigen, wenn auch nicht gänzlich ausschließen.
Leider konnten die anhand des Inventarverzeichnisses ausgesuchten Unterlagen zu Eugen Langen im Familienarchiv nicht ausfindig gemacht werden. Im Anschluss an das Gespräch übergaben wir dennoch Herrn Danisch noch einiges Informationsmaterial über den Erfinder und die Baugeschichte der Schwebebahn.
Die möglicherweise vom Journalisten erhofften emotionalen Bezüge sind jedoch nach 125 Jahren in der 3. bzw. 4. Nachfolge-Generation trotz wachem Interesse an der Familiengeschichte nur noch sehr schwach abbildbar.
Unsere Runde wurde sodann (unter Hinweis auf die Sicherheitsvorschriften in der Werkstatt!!) zu dem in Restaurierung befindlichen, nicht fahrbereiten sogenannten „Kaiserwagen“ geführt, wo wir im Fahrgastbereich Platz nehmen durften und von einem dpa-Fotografen abgelichtet wurden. Dieser Wagen wurde eigens für den seinerzeitigen Besuch des Kaisers 1900 gefertigt, als er schon im Vorjahr der offiziellen Eröffnung mit der Schwebebahn fuhr, und erinnert in seiner Innenausstattung mit Polsterstoff und Holz noch an die ‚selige‘ Zeit der Monarchie, wenngleich er ansonsten technisch runderneuert ist.
Die an derselben Station haltenden neuzeitlichen Waggons sind demgegenüber im Zeitalter von Kunststoff und Leichtmetall angekommen, wobei sie durch großflächige Verglasung sehr transparent ausfallen.
Im „Kaiserwagen“ konnten wir ein „Familienfoto“ machen, auf dem ihr alle anwesenden Familienangehörigen findet. (s. u.)
Im Anschluss hatten fast alle von uns noch angeregte und teilweise recht lange Unterhaltungen in der Selbstbedienungsbäckerei an der Station – ein schöner Ausklang dieses Treffens in Wuppertal.
Die Deutsche Presse Agentur wird Anfang des Jahres einen Artikel zum Schwebebahnjubiläum verfassen und diesen Publikationsmedien zum Nachdruck anbieten. Es wird – auch unabhängig von der dpa – eine Breitenwirkung mit großem Multiplikatoreneffekt für die Stadt Wuppertal durch die Berichterstattung der diversen Medien erzielt werden. Der Name Langen wird nicht unerwähnt bleiben …
Pressesprecherin Frau Beck von den Wuppertaler Stadtwerken hat uns zugesagt, uns über offizielle Festivitäten aus Anlass des Schwebebahnjubiläums vorab zu informieren.
Familienfoto
Menschen aus drei Generationen und fünf Stämmen der Familie Langen im Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn (16. Dez 2025)
Die drei VertreterInnen des Stammes VIII sind direkte Nachfahren von Eugen Langen
Vorne (jeweils von links nach rechts):
Oscar Friedrichs VII b 5-1-3-1
Matthias Langen VIII o 1-1
Rosemarie Rossberg VIII o 1-3
Marion Bärbel Blüher zu VIII o 1-1
Mitte:
Wolfgang Langen II a 7-1-1
Johannes von Langen VIII b 4-3-3
Arnold LangHeinrich V h 1-2-1
Jürgen Langen V h 1-3-1
Hinten:
Helmut Borowski III g 2-2-1
Lars LangHeinrich V h 1-2-1-1
Anke Warlies V h 1-2-3
Besonderer Moment
Matthias Langen VIII o 1-1, der älteste Familienvertreter und ausserdem direkter Nachfahre von Eugen Langen, verlässt den Kaiserwagen.
Familiäre Begegnung in Vohwinkel
Helmut Borowski III g 2-2-1 und Anke Warlies V h 1-2-3 bei der Endstation Vohwinkel.
Anmerkung von Jani: Ich folge der Wuppertaler Schwebebahn auf Facebook. Mike Brüggemann aus Wuppertal publiziert hier häufig schöne Aufnahmen. Mit seiner Erlaubnis durfte ich sein Bild vom Kaiserwagen als Beitrags-Titelbild verwenden und auch dieses Video vom Kaiserwagen veröffentlichen.
Möchtest du noch mehr über die Wuppertaler Schwebebahn erfahren? Auf dieser Seite findest du noch mehr Infos ihrer Geschichte, Bilder und weitere Links.
Nachtrag 13.01.2026:
Inzwischen ist der Artikel auf welt.de und bei der Westdeutschen Zeitung veröffentlicht worden.


Ihr Lieben, danke Euch allen für die Koordination, die Teilnahme und den Input für den Journalisten im Termin. Auch wenn dies so kurz vor Weihnachten eine sehr gedrängte Zeit war/ist, an der nur wenige Mitglieder aus Vorstand und Familienrat auf Grund ihrer beruflichen Verpflichtungen teilnehmen können/konnten, macht es mich/uns doch stolz, was der Verband und seine Mitglieder bei „Kaiserwetter“ auf die Beine gestellt haben. Auch macht es das Langen Netzwerk damit sehr lebendig und dynamisch, man ist dabei, ohne dabei gewesen zu sein!
Bewerbt das LN also gerne weiter im Kreis der Familie, auf das wir in 2026 wieder viele neue Anmeldungen und natürlich viele Berichte, zu den wichtigen, gerne aber auch den weniger wichtigen Dingen des Langen´schen Lebens in der Welt gewinnen können.
Euch allen damit ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2026.
schade, daß ich nicht dabei sein konnte, war schon bei meiner Tochter Caroline in Dubai, war sicherlich sehr interessant. Beim nächsten Mal schaffe ich es dsbestimmt