🎄 Einen wunderschönen 3. Advent, liebe Familie! 🎄
Die Adventszeit lädt uns jedes Jahr aufs Neue ein, innezuhalten, einander näherzukommen und die Wärme gemeinsamer Momente zu genießen – auch wenn wir über viele Länder verteilt sind. Vielleicht ist genau jetzt ein schöner Anlass, wieder einmal Kontakt miteinander aufzunehmen: ein kurzer Gruß, ein Telefonat oder ein Austausch hier im Familiennetzwerk. Jeder kleine Funke verbindet uns und hält unsere Familiengeschichte lebendig.
Und weil gemeinsames Genießen oft der beste Gesprächsöffner ist, gibt es heute als kleines Highlight für euren Adventsabend – leckere Foudue- und Raclettrezepte, so unterschiedlich wie unsere Familie auch. Perfekt, um alleine oder mit lieben Menschen einen wundervollen Abend zu genießen … und vielleicht ein paar Fotos oder Eindrücke hier zu teilen. 😉
Klassisches Käsefondue «Moitié-Moitié» (Fribourg / Gruyère)
Sehr typisch schweizerisch, das Standard-Fondue.
Pro Person (Faustregel)
- 200 g Käse (halb Gruyère AOP, halb Vacherin Fribourgeois AOP)
- 80–100 ml trockener Weißwein
- ca. ½ TL Maisstärke
- ½ Knoblauchzehe (für den Topf und fein gehackt im Fondue)
- 1–2 TL Kirschwasser (optional, aber sehr klassisch)
- Pfeffer, Muskat, evtl. wenig Zitronensaft
Beilagen (insgesamt, nicht pro Person)
- 600–800 g Bauernbrot in Würfeln (für 4 Personen)
- zusätzlich Pellkartoffeln (typisch, aber optional)
Zubereitung
- Käse reiben, mit der Maisstärke mischen.
- Caquelon mit der halbierten Knoblauchzehe ausreiben, danach den Knoblauch fein hacken und mit in den Topf geben.
- Weißwein im Caquelon erhitzen (nicht kochen).
- Nach und nach den Käse unter ständigem Rühren (Holzlöffel, in 8er-Bewegungen) einrühren, bis alles geschmolzen und cremig ist.
- Mit Pfeffer, Muskat, ggf. wenig Zitronensaft und Kirsch abschmecken.
- Aufs Rechaud stellen, Hitze so regulieren, dass es leicht simmert, aber nicht kocht.
Klassische Regel: Wer das Brot im Topf verliert, zahlt eine Runde / muss singen / abwaschen – das klärst du besser vorher.
Walliser Käsefondue (mit Raclettekäse-Anteil)
Kleiner Twist, aber immer noch sehr schweizerisch.
Für 4 Personen
- 300 g Gruyère AOP
- 300 g Vacherin Fribourgeois AOP
- 200 g Raclettekäse (Natur, kein „würziger Industriekram“)
- 400 ml trockener Weißwein
- 1 Knoblauchzehe
- 3–4 TL Maisstärke
- 2–3 EL Kirschwasser
- Pfeffer, Muskat
Zubereitung wie oben – hier wird das Fondue etwas kräftiger und „raclettiger“.
Appenzeller Fondue (puristisch, kräftiger)
Sehr würzig, wenn du echte Käse-Fans am Tisch hast
Pro Person
- 200 g Appenzeller Käse (am besten eine Mischung mild/rezent)
- 80–100 ml trockener Weißwein
- ½ TL Maisstärke
- ½ Knoblauchzehe
- Schwarzer Pfeffer, Muskat
Methode wie beim Moitié-Moitié, nur eben mit Appenzeller.
Fondue Forestière – pro Person
Zutaten (für 1 Person)
- 150–180 g Fonduekäse-Mischung
(klassisch 50% Gruyère + 50% Vacherin Fribourgeois; alternativ halb Gruyère, halb Appenzeller mild) - 80–100 g gemischte Pilze (Champignons + Shiitake + Kräuterseitlinge; was du magst)
- 1 kleine Schalotte (fein gehackt)
- 1 Knoblauchzehe, halbiert
- 100 ml trockener Weisswein (z. B. Fendant, Chasselas, Müller-Thurgau)
- ½ TL Zitronensaft
- 1 gestrichener TL Maisstärke, angerührt in 1 EL Weisswein
- Frische Petersilie oder Schnittlauch
- 1 Prise Salz & Pfeffer
- Optional: 1–2 TL Cognac oder Sherry
- Brotwürfel oder Pellkartoffeln zum Tunken
Zubereitung
- Pilze vorbereiten
- Pilze in kleine Stücke schneiden.
- In etwas Butter kräftig anbraten, bis die Feuchtigkeit weg ist und sie schön gebräunt sind.
- Leicht salzen, pfeffern und beiseitestellen.
- Caquelon vorbereiten
- Caquelon mit der Knoblauchzehe ausreiben.
- Wein + Zitronensaft hineingeben und erhitzen.
- Käse schmelzen
- Die geriebene Käsemischung nach und nach einrühren, bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, dabei ständig rühren.
- Binden
- Die angerührte Maisstärke einrühren, kurz aufkochen, damit das Fondue sämig wird.
- Pilz-Moment 😋
- Die gebratenen Pilze zugeben.
- Kräuter einstreuen.
- Optional: 1–2 TL Cognac oder Sherry für ein feineres Aroma.
- Sofort servieren
- Caquelon auf das Stövchen stellen und mit frischem Brot oder kleinen Kartoffeln geniessen.
💡 Variationen
- Forestière deluxe: Speckwürfel mit den Pilzen anbraten.
- Herbstlich: Ein Teil des Weissweins durch Apfelmost ersetzen.
- Cremiger: 1–2 EL Crème fraîche einrühren (klassisch nicht üblich, aber lecker).
Raclette
Echter ursprünglicher Raclette-Käse kommt aus dem Walis (Schweiz) und ist in der Regel wesentlich teurer als der Raclette-Käse aus anderen Gegenden (Deutschland/Frankreich/etc.). Bitte achtet bei diesen billigeren Käsen auf die Zutatenliste. Oft enthalten diese ein Antibiotikum, mit dem die Rinde behandelt wurde. Dann sollte die Rinde nicht mitgegessen werden. Wir empfehlen den teureren original Schweizer Käse aus dem Walis oder einen Bio-Raclette Käse. Guten Appetit.
Raclette klassisch
(Original Schweizer Art)
Für 4 Personen
- 800 g Schweizer Raclettekäse in Scheiben (ca. 200 g pro Person)
- 800 g kleine festkochende Kartoffeln (Pellkartoffeln)
- 1 Glas Cornichons / Gewürzgurken
- 1 Glas Silberzwiebeln
- Pfeffer (frisch gemahlen), evtl. Paprika, Kümmel
Zubereitung
- Kartoffeln in der Schale kochen, warmhalten.
- Käse in Scheiben auf Platten anrichten.
- Cornichons & Zwiebeln in Schälchen bereitstellen.
- Am Raclette-Grill: Käse in Pfännchen legen, nach Geschmack mit Pfeffer oder Paprika bestreuen und unter dem Grill schmelzen.
- Über die halbierten Kartoffeln gießen, dazu Cornichons und Silberzwiebeln servieren.
Walliser Raclette (ohne Pfännchen, mit Käseblock)
Sehr ursprünglich: halbes Laib Stück, Käse wird direkt abgeschabt. Daher kommt der Name „Raclette“
Du brauchst:
- 1 Stück Schweizer Raclettekäse (am Stück, z. B. 1–2 kg, je nach Personenzahl)
- Kartoffeln (Pellkartoffeln)
- Cornichons, Silberzwiebeln, Mixed Pickles
- Pfeffer, evtl. Paprika
So geht’s (vereinfacht im Haushalt):
- Käseblock unter einen speziellen Raclette-Ofen oder in den Backofen (Grillfunktion) schieben, bis die Oberfläche blubbert.
- Geschmolzene Schicht mit einem Messer oder Spatel auf Teller mit Kartoffeln und Beilagen abstreifen.
- Käseblock wieder unter den Grill – nächster Durchgang.
Ein paar typisch schweizerische Extras
Wenn du es „richtig“ schweizerisch wirken lassen willst:
- Zum Fondue:
- Getränk: trockener Weißwein oder Tee (Schweizer schwören darauf, kein kaltes Wasser dazu zu trinken.).
- Beilagen: neben Brot/Pellkartoffeln z. B. Essiggurken, Silberzwiebeln oder ein kleiner Blattsalat.
- Zum Raclette:
- Klassiker bleiben echt simpel (Kartoffeln + Essiggemüse). Alles andere ist schon eher „modernes Raclette“.
Vielleicht nutzt ihr den 3. Advent ja, um eure Lieblingsrezepte zu teilen, Neuigkeiten auszutauschen oder einfach ein kleines Lebenszeichen zu senden. Jeder Beitrag macht unser Familiennetzwerk lebendiger und wärmer – genau wie ein leckeres Fondue oder Raclette.
In diesem Sinne: Einen friedlichen, genussvollen und verbundenen 3. Advent! ✨


Lieber Bernhard,
tolle Idee mit den Rezepten. Bei us gibt es immer an Silvester ein Raclette, wie ich jetzt gelernt habe, sehr modern.
Der Genuss beginnt in der Küche, wo wir bei der Vorbereitung schon am Rotweinglas nippen. Unsere Beilagen sind: Minifrikadellen, kleine vorgebratene Stückchen von Lamm und Huhn, eine Pilzsauce mit Zwiebel, Knoblauch und Creme Fraiche, Miniröschen von Blumenkohl und Broccoli blachiert, Rosenkohl in Scheiben, blanchiert und Preiselbeeren. Die Kinder mögen lieber Gouda als Raclettekäse. Als Beilage frisch gebackenes Brot, mit einem Hauch von Curry. Der festlich gedeckte Tisch wird nur von Kerzenlicht erhellt.
Allen ein frohes Fest und guten Rutsch.
Sabine Angelsen
Liebe Sabine
das klingt ja nach einem leckeren Schmaus …
Mach doch ein Foto davon .. dann können wir das hier veröffentlichen 😉
Viele Grüße
Bernhard